Veranstaltungen 2005

Dr. Dennis L. Bark: „Europe and America: Are we dancing in the Dark?“

Senior Fellow, Hoover Institution on War, Stanford University

26 September 2005

Die einst felsenfeste Verbindung zwischen Europäern und Amerikanern, die auf gemeinsamen Interessen, gemeinsamen Werten, Vertrauen, Zuneigung und Respekt basierte, verblasst zusehends. Diese These vertrat Dr. Dennis L. Bark, Senior Fellow am renommierten Hoover Institut an der Stanford University, vor dem Transatlantischen Forum der FDP.  „Das europäisch-amerikanische Verhältnis ist einzigartig und unersetzbar“, so Dr. Bark. „Wenn es sich weiter verschlechtern sollte, könnte das katastrophale Folgen für uns alle haben.“

Die aufkommenden Differenzen seien nicht grundsätzlicher Natur, so der Zeithistoriker und Politikwissenschaftler. Vielmehr sind Amerika und Europa durch ihre unterschiedliche Geschichte geprägt. „Amerika wurde von Einwanderern aus den unterschiedlichsten sozialen, politischen und ökonomischen Schichten von Grund auf aufgebaut“, erläuterte Bark. „Europa hingegen wurde ausschließlich von einer Oberschicht geformt, die von jeher das Privileg hatte, an Regierungen mitzuwirken bzw. diese maßgeblich zu beeinflussen.“ Dieser Unterschied sei prägend und würde aufgrund der heute maßgeblich ökonomisch geprägten Rahmenbedingungen immer stärker zu Tage treten.