Veranstaltungen 2008

„Welche Erwartungen haben wir an die Transatlantische Agenda des nächsten Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika?“

Serge Schmemann, Pulitzer Prize winner, op-ed-page-editor "International Herald Tribune"; Prof. Dr. Christian Hacke, ehemaliger Direktor des Seminars für Politikwissenschaften, Universität Bonn; Thomas Kleine-Brockhoff, Senior Director of Policy Programs, German Marshall Fund

16 Juni 2008

Einen nüchternen Blick auf die mögliche Politik eines US-Präsidenten Barack Obama oder John McCain haben drei Redner vor dem Transatlantischen Forum der FDP angemahnt. Serge Schmemann "International Herald Tribune" unterstrich, der oft als quälend empfundene Prozess der US-Vorwahlen habe mit Obama und McCain „zwei gute Amerikaner“ herausgefiltert, die beispielhaft für das heutige Selbstbild der USA stünden. Aber: "Obama wird der nächste Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika sein", prognostizierte Schmemann.

Thomas Kleine-Brockhoff (German Marshall Fund) warnte vor einer „Vergötterung“ Obamas: „Es werden übertriebene Heils- und Erlösungserwartungen formuliert.“ Die hohen Erwartungen an Obama seien bereits jetzt nicht mehr steuerbar.

Prof. Dr. Christian Hacke (Universität Bonn) sagte für den Fall eines demokratischen Sieges bei den US-Präsidentschaftswahlen im November eine „neue, delikate Mischung aus soft power und hard power“ voraus. Barack Obama könnte seine Außenpolitik eher realistisch, denn idealistisch anlegen, sagte der Politologe: „Er könnte viel pragmatischer sein, als wir alle denken.“